Die Handballer der TSG Ailingen schauen wieder nach oben

2012 beginnt in der Bezirksklasse mit dem See-Derby - Der TSV Lindau muss sich steigern

 [...]Zwei Siege und zwei Unentschieden aus neun Spielen haben bisher nur zum vorletzten Tabellenplatz in der Bezirksklasse gereicht. Drei Zähler beträgt der Rückstand auf Leutkirch und Lindenberg - gegen beide Gegner gingen die Hinspiele sehr deutlich verloren. Hier auf den direkten Vergleich zu setzen, wäre fahrlässig. Lindau muss in den verbleibenden neun Spielen noch mehr leisten: nämlich die Konkurrenten aus dem Allgäu an Punkten überholen. Das Jahr 2011 war für die Lindauer Handballer also ein turbulentes, und Trainer Lukas Meier sagt, er habe es sich "schon so in diese Richtung erhofft" - er meint damit nicht den permanenten Stress beim Zusammenstellen der Mannschaft für die nächste Partie, sondern den sportlichen Erfolg, also den Klassenerhalt.
[...]Doch auch für das Auftaktspiel des Jahres 2012, das zweite Derby gegen Ailingen, geht es darum: Wer ist da? Wer hat Zeit? "Wenn ich eine schlagkräftige Mannschaft aufbiete, holen wir mindestens einen Punkt", verspricht Lukas Meier.

Torquote verbessern
Bei Lindaus Konkurrent Ailingen redet man nach einer eher mäßigen ersten Jahreshälfte mit Mittelfeldplatz zum Saisonende inzwischen wieder vom Aufstieg. Die TSG hat Weihnachten als Tabellenvierter verbracht, mit vier Zählern Rückstand auf Tabellenführer Dornbirn. "Wir haben es weiter in der Hand, wir müssen unsere Torquote verbessern", sagt Trainer Holger Heerdt, "wenn man aufsteigen will, muss man in Lindenberg gewinnen und in Lindau", meint Heerdt.
Das mit Lindenberg hat - siehe das letzte Spiel vor Weihnachten (26:28) - nicht geklappt, das mit Lindau kann die TSG im ersten Spiel nach der kurzen Pause am 8. Januar noch leisten; die Rückrunde beginnt mit dem See-Derby. Wie aber passen die Ailinger Aufstiegspläne mit dem Umstand zusammen, dass die TSG neben dem Lindenberg-Spiel ausgerechnet die Vergleiche mit dem Zweiten Hard 11 und dem Dritten Lustenau 11 nicht gewinnen konnte? Gegen Tabellenführer Dornbirn sprang zudem nur ein Unentschieden heraus. "Lustenau 11 wird am Ende wieder zurückstecken. Die haben ihre vorarlbergischen konkurrenten geärgert und das reicht denen", sagt Holger Heerdt und spekuliert dabei. "Hard 11 und Dornbirn werden hingegen Schlüsselspiele", betont er. Dafür aber sei ein Sieg im Derby am 8. Januar die Voraussetzung.
Holger Heerdt gibt schon zu, dass er auf Ausrutscher der vorarlbergisehen Konkurrenz hofft - "und darauf, dass wir in der Rückrunde vielleicht mal drei, vier Spiele mit derselben Anfangsformation bestreiten können".
Ehrgeizig sind Heerdt und sein Team jedenfalls: Eine weihnachtsbedingte Trainingspause schenkt sich die TSG, es wird durchtrainiert. "Wir müssen uns am Riemen reißen, das ist die Ansage", so Heerdt. So (hoffentlich) zu besichtigen am kommenden Sonntag in der Bodenseesporthalle.

 

Jan Georg Plavec: "Die Handballer der TSG Ailingen schauen wieder nach oben"; Erschienen am 03.01.2012 in der Schwäbischen Zeitung