Männer: Szon 01.02.09

Die TSG Ailingen hat erneut das Nachsehen

(TETTNANG/jgp) In der Handball-Bezirksklasse ist Tabellenführer Ailingen am Samstag zum zweiten Mal in dieser Saison über den TSV Tettnang gestolpert. Nach dem 34:32-Erfolg der Tettnanger ist Ailingen nach Minuspunkten nicht mehr Erster.

 Vor dem Spiel hatten die Tettnanger Trainer Ralf Pferd und Günter Schneider ganz schön getönt – zumindest angesichts ihrer Tabellenlage. Man wolle noch in die Relegation, verlauteten die beiden Trainer. Das bedeutete auch, dass Tettnang bei einem deutlichen Rückstand auf das Spitzenduo Hard/Ailingen quasi alle noch ausstehenden Saisonspiele gewinnen musste. Pferd und Schneider ließen durchscheinen, dass sie ihre Aufholjagd gegen Ailingen starten wollten.

Anfangs sah es danach allerdings nicht aus. Ailingen kam besser ins Spiel. Tettnang hatte mit der offensiven Abwehr der Gäste Probleme. Dennoch versäumte es der Tabellenführer, zur Halbzeit deutlicher als 15:13 vorne zu liegen. In der Kabine forderten Tettnangs Trainer verstärktes Einlaufen an den Kreis; die Tettnanger sollten die Lücken in der Ailinger Defensive besser nutzen. Das setzte der TSV konsequent um: Mit Tettnangs „bombigem Start" in die zweite Hälfte (Ralf Pferd) waren die Ailinger eine Viertelstunde lang von der Rolle. Die Gäste konnten ihr Angriffsspiel nicht mehr aufziehen wie vor der Pause; Tettnang ließ zudem keine Konter mehr zu, der TSV zog auf 30:23 davon.

Eine Vorentscheidung war auch das nicht. Denn Tettnang musste durchwechseln und bei der TSG erwachte der Kampfgeist. Aus dem 30:23 machten die Ailinger mit nun noch offensiverer Abwehr ein 29:32. Tettnang ließ sich davon jedoch nicht mehr beirren; der Drei-Tore-Vorsprung hielt bis kurz vor Schluss, Ailingen konnte nur noch zum 32:34-Endstand verkürzen.

Nach dem Spiel hielten sich beide Seiten bei ihrer Einschätzung zurück. „Wir sind weiterhin die einzigen, die Ailingen richtig Probleme bereiten", sagte TSV-Trainer Ralf Pferd. Nun wollten er und Kollege Günter Schneider auch gegen die übrigen Teams aus der Spitzengruppe punkten, um tatsächlich noch um den Aufstieg beziehungsweise die Relegation mitspielen zu können. Den Erfolg gegen den Tabellenführer begreift Pferd als „Signal an die Konkurrenz, dass wir eine richtig gute Rückrunde spielen können". Mit dem Sieg gegen Ailingen arbeitete sich Tettnang auf den vierten Bezirksklasse-Platz vor.

Holger Heerdt betonte derweil, dass „wir in der ersten Halbzeit einen höheren Vorsprung herauswerfen müssen". Nachdem Ailingen das versäumt hatte, „wäre nach der starken zweiten Halbzeit der Tettnanger ein Sieg für uns unverdient gewesen". Heerdt und Pferd betonten, dass das Spiel sehr fair ablief. Ailingen hat nach der Niederlage seine Tabellenführung nach Minuspunkten an Hard verloren; weil die TSG zwei Spiele mehr absolviert hat, wird sie aber noch eine Weile auf Platz eins bleiben.

 

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Jan Georg Palvec: Die TSG Ailingen hat erneut das Nachsehen, Erschienen am 01.02.10 in der Schwäbischen Zeitung, http://www.schwaebische.de/lokales/tettnang/tettnang-sport_artikel,-Die-TSG-Ailingen-hat-erneut-das-Nachsehen-_arid,4047403.html